© A. Prock (2012)
HEILIGE BARBARA - BARBARAZWEIGE

Der Legende nach war Barbara eine heidnische Königstochter, die zum christlichen
Glauben wechselte. Ihr Vater ließ sie deshalb in einen Turm mit zwei Fenstern sperren.
Als er nach einiger Zeit zurückkehrte, hatte der Turm drei Fenster - Symbol der Allerheiligsten
Dreifaltigkeit. Gerne wird sie daher mit einem Turm abgebildet. Sie floh vor ihren
Verfolgern und versteckte sich in einer Felsspalte, weshalb sie auch Patronin der
Bergleute ist. Da sie den Sterbenden die letzte Kommunion spendete, sind ihre Attribute
(Kennzeichen) auch häufig ein Kelch und eine Hostie. Ein Schwert deutet darauf hin,
dass ihr Vater sie enthaupten ließ.
Der Brauch der Barbarazweige geht auf das 15. Jahrhundert zurück und hat ebenfalls in einer Legende seinen Ursprung. Auf dem Weg zum Gefängnis soll sich ein Kirschzweig im Gewand Barbaras verfangen haben, den sie mitnahm und in einen Krug mit Wasser steckte (4. Dezember). Am Weihnachstag (25. Dezember) habe dieser Zweig zu blühen begonnen und stellt somit ein Zeichen Gottes für die himmlische Herrlichkeit dar.