Weihnachten

© A. Prock (2012)

GEBURT CHRISTI














Geburt Christi (Pfarrkirche Langkampfen)In den Evangelien wird die Geburt Christi nur kurz erwähnt. Ursprünglich wurde sie am 6. Jänner gefeiert, später dann in Rom am 25. Dezember. An diesem Tag war das Geburtsfest des heidnischen Sonnengottes Sol. Christus wird immer wieder als die „aufgehende Sonne“, als „Sonne der Gerechtigkeit“ beschrieben und gilt in diesem Sinn als Nachfolger von Sol. Heidnische Bräuche waren am Beginn des Christentums zahlreich vorhanden und wurden vom Christentum übernommen und umgedeutet.


Auf sehr frühen Darstellungen sind neben dem in Windeln eingewickelten Jesuskind in einem Korb oder in einem Trog nur noch Ochs und Esel dargestellt. Der Prophet Jesaja (1,3) spricht davon, dass wohl ein Ochse und ein Esel den Herrn und die Krippe kennen, aber das Volk nichts von der Geburt wusste. Ochs und Esel bedeuten auch das Alte und das Neue Testament. Mit Jesus beginnt ja das Neue Testament.

Später kommen dann Hirten, Maria und Josef und verschiedene andere Personen dazu, auch die Heiligen Drei Könige.

Die Geburtsszene findet entweder in einer Höhle, einem Stall oder auch in einer bürgerlichen Stube statt. Josef ist meist mit verschiedenen Aktivitäten beschäftigt, so etwa mit Kochen. Verschiedene häusliche Geräte sind zu finden. Solche Darstellungen geben einen guten Eindruck vom Leben der Menschen und der Zeit, in der solche Bilder entstanden sind. Dazu gehören auch Abbildungen von Gebrauchsgegenständen, Kleidung, Möbelstücken etc.


In der Kunst wird die Geburt Christi kaum alleine dargestellt, grundsätzlich ist damit das Thema der Anbetung der Hirten verbunden. Die Engel verkündeten den Hirten, die ganz in der Nähe waren, die Geburt des Erlösers.


Kaiser Augustus ordnete an, dass alle Bewohner des Landes in ihre Heimatorte zurückkehren mussten, um sich dort in Steuerlisten eintragen zu lassen. Josef und Maria, die ein Kind erwartete, brachen nach Bethlehem auf. Dort schenkte sie einem Sohn das Leben, den sie in Windeln wickelte und in eine Krippe legte, weil sich in der Herberge sonst kein Platz für sie fand.


In der Gegend hielten Hirten in der Nacht Wache bei ihren Herden. Ein Engel erschien ihnen und sprach von der Geburt des Erlösers. Sie sollten das Kind suchen, das in Windeln eingewickelt ist und in einer Krippe liegt. Die Hirten berichteten anderen Leuten von dem Ereignis mit dem Engel, suchten das Kind und fanden es in der Krippe. Dann kehrten die Hirten heim und lobten und priesen Gott. (Lukas 2.1-2.20)