Weihnachten

© A. Prock (2012)










HALLOWEEN


Was ist Halloween?


In den angelsächsischen Ländern wird in der Nacht zum 1. November Halloween gefeiert. Die Seelen der keltischen Toten flogen in dieser Nacht in den Himmel, die Grenze zwischen Lebenden und Toten galt für kurze Zeit als aufgehoben. Auch war das Sommerhalbjahr zu Ende, der Winter begann. Der Winter wird auch als Zeit des Todes angesehen.


Das Wort Halloween ist eine Verballhornung von "Allerheiligen" - "all hallows' souls" oder "all hallows' eve" - "Vorabend von Allerheiligen".


Der Ursprung liegt im keltischen Neujahrstag am 1. November, an dem in Britannien, Irland und Nordfrankreich der Toten gedacht wurde. Um die bösen Geister in dieser Nacht zum 1. November zu verscheuchen, zogen die Menschen gruselige Kostüme an. Außerdem zündeten sie Kerzen in einem ausgehöhlten Kürbis an, den sie als "Jack-O.-Lantern" bezeichneten. Sie konnten aber auch große Feuer entfachen.


Die Iren brachten diesen Brauch in die USA. Dort gehen als Geister verkleidete Kinder mit dem furchterregend aussehenden ausgehöhlten Kürbis, in dem eine Kerze brennt, von Haus zu Haus. Mit dem Spruch "Trick or treat" ("Süßes oder Saures") fordern sie von den Bewohnern Süßigkeiten.



Welche Rolle spielt der Kürbis?


Eine irische Geschichte berichtet von Jack O., der nur Böses tat und ein Trinker und Betrüger war. Er lockte den Teufel auf einen Baum und hielt ihn dort fest, indem er in den Stamm ein Kreuz geritzt hatte. Jack versprach ihm, ihn zu befreien, wenn er Jack nie wieder in Versuchung führen würde. Als Jack nun starb, kam er weder in den Himmel noch in die Hölle. Schließlich erbarmte sich der Teufel seiner und gab ihm einen kleinen Funken und ein Stück glühende Kohle. So musste er durch die Dunkelheit zwischen Himmel und Hölle wandern. Dieser Funken befand sich in einer ausgehöhlten Rübe.


Heute wird diese amerikanische Form des Halloween bei uns immer moderner.



Ist Halloween auch bei uns beheimatet?


Die Ansicht, dass bei uns die Seelen aus dem Fegefeuer zu Allerheiligen für kurze Zeit auf die Erde kommen, ist auch in Tirol beheimatet. Reste davon sind noch zu finden, so etwa im sogenannten "Krapfenschnappern oder -bettlern" in Ost- und Südtirol. In der Nähe von Lienz etwa versammelt sich die Jugend nach dem Gräberbesuch an Allerheiligen. Jeder hat eine "Krapfenschnappe", das ist eine Tiermaske, die auf einer Stange befestigt ist. Der Kinnladen dieser Maske kann durch eine Schnur auf- und zugeklappt werden. Damit schnappt man nach den Krapfen, die bei den Hausbesuchen angeboten werden. In Pfunders in Südtirol verkleiden sich die Erwachsenen. Auffallend ist dabei eine weiße Stofflarve, die ihnen wirklich das Aussehen wandelnder Toter gibt - deutlich ist hier der Bezug zu den Armen Seelen.

Durch dieses Verkleiden, wie es ja aus Amerika bestens bekannt ist, will man die Armen Seelen nachahmen. Die verkleideten Kinder verlangen nach Äpfeln, Nüssen und Schleckereien.