© A. Prock (2012)
SILVESTER (Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner) und NEUJAHR
46 v. Chr. ließ Julius Cäsar den Jahresanfang vom 1. März auf den 1. Jänner verlegen. Lange kämpfte die katholische Kirche gegen dieses bürgerliche Neujahr und versuchte stattdessen den 6. Jänner (Epiphanie, Dreikönig) als Neujahrsbeginn einzusetzen. Sie scheiterte damit, doch im bäuerlichen Leben hielt sich der 6. Jänner bis ins 20. Jh. Erst 1691 setzte Papst Innozenz XII. den 1. Jänner als verbindlichen Jahresbeginn fest. So beginnen die Höttinger Burschen (Hötting ist ein Stadtteil von Innsbruck) mit dem "Aperschnalzen" schon in der Silvesternacht. Sie geben dann bis zum Dreikönigstag Ruhe, um von diesem Tag an bis zur Fastnacht wieder "schnöllen" zu gehen. Am Silvester sowie am Vorabend von Weihnachten und Dreikönig wird geräuchert.
Bunte Raketen, Böller, Bleigießen, Tanzveranstaltungen - all das und noch viel mehr
gehören zur Silversternacht. Das alte Jahr soll fröhlich ausklingen, das neue Jahr
gut beginnen und viel Glück bringen. Um Mitternacht stößt man mit Sekt an und wünscht
sich alles Gute. Heute hat sich der „Vorsilvester“ eingebürgert. Schon ein oder zwei
Nächte vor Silvester wird gefeiert - es geht hier vor allem ums Geld.
Wir wünschen uns einen „guten Rutsch (ins neue Jahr)“. Das hat allerdings nichts mit dem Rutschen zu tun. Die Redewendung kommt aus dem Jüdischen und geht auf den Namen „Rosch“ (Kopf bzw. Anfang) zurück: Man wünscht sich „einen guten Ru(o)sch“.
Am Neujahrstag ist es meist ruhig, die meisten Menschen schlafen aus. Gegen Mittag erklingt im Fernsehen das berühmte Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, das in die ganze Welt übertragen wird.