© A. Prock (2012)
VERKÜNDIGUNG AN MARIA
Die Hauptpersonen sind Maria und der Erzengel Gabriel. Manchmal sind auch Josef,
verschiedene Engel, Gottvater und die Taube des Heiligen Geistes abgebildet. Der
Erzengel Gabriel nähert sich ehrfürchtig und vorsichtig, häufig von rechts. Maria
kniet überlicherweise vor einem Betpult und hat ein Buch als Zeichen der Weisheit
bei sich. Das alles geschieht in einem Kirchenraum oder in einer bürgerlichen Stube.
Maria trägt entweder ein rotes Kleid und einen blauen Umhang oder ein weißes Kleid
und einen blauen Umhang. Die Farbe Rot steht für die Liebe, Blau für den Himmel und
Weiß für die Reinheit und Unschuld.
Gabriel ist außer durch Flügel häufig durch einen Kronreif, einen Heiligenschein und einen Heroldstab (Kreuzstab, Lilienzepter) als göttlicher Bote erkennbar. Er und Maria können Schriftbänder in Händen halten, mit den Begrüßungsworten an Maria (Ave Maria gratia plena … = Gegrüßet seist du Maria, Gnadenvolle …) und deren Antwort (Ecce ancilla Domini …= Ich bin die Magd des Herrn …).
Der Heilige Geist erscheint als Taube. In einem Himmelausschnitt kann die Hand Gottes oder die (Halb-)Figur Gottes erscheinen. Strahlen führen von ihm über die Taube zu Maria, wobei auf diesen Strahlen ein winziges Jesuskind mit einem Kreuz auf der Schulter zu Maria herabfliegen kann. Manchmal führen Strahlen zum Ohr Mariens, denn durch das Ohr empfing sie bei der Verkündigung das Wort Gottes.
Die zahlreichen Gegenstände auf Bildern haben grundsätzlich symbolische Bedeutung:
Gott sandte den Erzengel Gabriel nach Nazareth zu Maria, die verlobt war mit Josef. Der Engel trat zu ihr und sprach: "Gegrüßet seist du, Gnadenvolle, der Herr ist mit dir." Sie war verwirrt und erstaunt. Der Engel sprach weiter: "Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird sehr bedeutend sein, denn es ist der Sohn Gottes. Der Heilige Geist wird auf dich herabkommen. Bei Gott ist nichts unmöglich." Da antwortete Maria: "Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort." Darauf verließ der Engel sie. (Lukas 1.26-1.38)